ÖGG-Tagungen


TrientSprache - Literatur - Erkenntnis
Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik 2012
20. Treffen österreichischer und polnischer Germanistinnen und Germanisten
Wien, 6.-9. Juni 2012

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Im Zusammenhang mit der permanenten Diskussion über die Krise der Germanistik sind immer wieder Überlegungen angestellt worden, wie sich unsere Disziplin in der Öffentlichkeit legitimieren kann, welche Relevanz ihr zukommt, welchen Nutzen sie der Gesellschaft bringt. In diesen Legitimationsdiskurs sind Perspektiven auf die Germanistik eingebracht worden, die nicht nur nach ihrem Erkenntnisgewinn als Wissenschaft Ausschau gehalten haben, sondern auch nach Zusammenhängen zwischen Sprache und Erkenntnis bzw. Wissen auf der einen Seite und zwischen Literatur und Erkenntnis auf der anderen Seite. Dieses Thema ist zwar nicht neu, aber im angesprochenen aktuellen Kontext könnte es sich lohnen, ihm wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
Im Einzelnen stehen dabei die folgenden Fragen und Probleme an:

  • Sprache und Denken: Linguistik und Sprachphilosophie - Linguistik und Erkenntnistheorie
  • Aufgabenfelder und Ergebnisse der kognitiven Linguistik. Sprache und Weltwissen: Denkmuster und Textmuster – Text und Emotion – Grundlagen der Verständigung: Frames, Stereotype und Narrative.
  • Sprache und (Neue) Medien: Aufgaben und Funktionen einer kritischen Medienwissenschaft – Sprache und Visualität in der Medienkommunikation.
  • Was weiß Literatur? Zum Verhältnis von Literatur und Wissenschaft/Wissen? Welche Erkenntnisse vermittelt Literatur? Literatur als Erfahrungswissen. Worin besteht die Relevanz der Literatur für die Wissensfelder der Anthropologie, Ethnologie, Theologie, Philosophie, Historiographie, Psychologie, Soziologie u.a.m. Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen diesen wissenschaftlichen Disziplinen und der Literatur?
  • Poetologie und Erkenntnis: Poetische Kreativität und Erkenntnisprozesse – Poesie als Suche nach der Wahrheit – Poesie und die Grenzen der Erkenntnis/des Wissens – Poesie und „Möglichkeitssinn“.
  • Literaturvermittlung/-kritik: Erkenntnis und Wissen als Kriterien der Literaturkritik? Wie und wo wurde und wird in der Literaturkritik der Wert von Literatur nach ihren Erkenntnis- und Wissensmöglichkeiten beurteilt?
  • Fachdidaktik: Literarisches Lernen im fächerübergreifenden Unterricht – Literatur im DaF/Z-Unterricht.

Die genannten Aspekte des Generalthemas der Tagung sollen einerseits unter allgemeinen und theoretischen, auch interdisziplinären Gesichtspunkten beleuchtet werden, andererseits aber auch anhand von konkreten Beispielen behandelt werden.

Wir bitten um Themenvorschläge und Abstracts (ca. 2000 Zeichen) bis spätestens 1. März 2012 an den Vorstand der ÖGG.
Die Veröffentlichung der Beiträge ist geplant.


 

 

 

 

 
 

 

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    Österreichische Gesellschaft für Germanistik, Institut für Germanistik, Universität Innsbruck, Innrain 52, 6020 Innsbruck. iconE-Mail